Kurzbiographie: Niccolo Machiavelli

Niccolo Machiavelli (1469-1527)

Machiavelli wurde im Mai 1469 in Florenz geboren und tauchte recht unvermittelt 1498 auf der politischen Bühne auf: Er wurde Sekretär der zweiten Kanzlei des „Rates der Zehn“ der Republik Florenz. Der Höhepunkt seiner politischen Laufbahn war die Eroberung Pisas im Jahre 1506 mit einer von ihm aufgestellten und geleiteten Volksmiliz, Die Medici – das Herrschergeschlecht in Florenz –, die im Jah 1494 gestürzt worden waren und an deren Stelle die Republik gesetzt wurde, kehrten im Jahr 1512 auf Druck der „Heiligen Liga“ (bestehend aus dem Papst, Spanien, Venedig und England) zurück an die Macht. Daraufhin verlor Machiavelli seine Ämter und er wurde auf sein Landgut, 15 km von Florenz entfernt, verbannt. Hier verfasste er etliche Schriften, unter denen vor allem „Der Fürst“ von 1513 und die „Discorsi – Gedanken über Politik und Staatsführung“ (1513-1517) hervorstechen. „Der Fürst“ machte eine beachtliche Karriere: einerseits stark bewundert, u.a. von Oliver Cromwell und Napoleon, andereseits verachtet: Friedrich II. von Preußen nannte Machiavelli einen Unhold, wie ihn kaum die Hölle hervorbrächte. Beide Bücher kamen auf den 1557 geschaffenen „Index der verbotenen Bücher“ der katholischen Kirche, auf dem sich u.a. Luthers Schriften befanden.